LinkedIn Leadformular (LinkedIn Anzeigen Teil 4)

Social Media

In Teil 4 meiner Blogserie zu den LinkedIn Anzeigen, erkläre ich Ihnen das LinkedIn Leadformular. Es ist eine Ergänzung für LinkedIn Anzeigen. Sie können damit direkt Leads zu einem bestimmten Angebot erfassen.

Das LinkedIn Leadformular ist eine interessante Ergänzung zu den LinkedIn Anzeigen.

Sie können das LinkedIn Leadformular verwenden, um Kontaktdaten zu erfassen, beispielsweise für die Anmeldung zu einer Veranstaltung oder für das Herunterladen von Informationen wie Whitepaper. Die Besonderheit hierbei ist, dass die Daten des Interessenten aus seinem LinkedIn Profil automatisch in die Felder eingetragen werden. Dafür wird einfach auf einen Button geklickt und die Daten werden automatisch befüllt.

LinkedIn Leadformular Einsatzmöglichkeiten

Das LinkedIn Leadformular können Sie an verschiedene Anzeigenformate koppeln: Sponsored Content, Direct Sponsored Content und Sponsored InMail.

In der Anzeige selbst wird eine Call-to-Action angezeigt, diese ruft das LinkedIn Leadformular auf. Eine der folgenden Call-to-Actions (Handlungsaufforderungen) können Sie festlegen:

  • Registrieren
  • Jetzt bewerben
  • Herunterladen
  • Angebotsanfrage
  • Mehr erfahren
  • Abonnieren

Die Leadformulare für Sponsored Content gibt es übrigens seit März 2017.

Sie können vom Kampagnenmanager oder vom Account Manager angelegt werden. Eine Beschreibung der verschiedenen Nutzerrollen im LinkedIn Kampagenmanager gibt es hier.

LinkedIn Leadformular – Ein Beispiel

In diesem Beispiel ist das Leadformular für die Angebotsanfrage für einen Workshop gedacht. Erfasst bzw. erfragt werden nur die notwendigen Daten, in diesem Fall die E-Mail Adresse, der Name und das Unternehmen.

Die Daten des Interessenten werden von LinkedIn direkt mit dem Daten aus seinem eigenen Profil befüllt.

Wichtig ist, dass Sie jedem Leadformular einen Text zum Datenschutz hinzufügen und auf Ihre Datenschutzbestimmungen verlinken.

Das Formular erstellen Sie in dem Moment, in dem Sie die Anzeige bzw. die Kampagne erstellen oder aber Sie können auch auf ein bereits erstelltes Formular zugreifen.

Sie können ein einmal angelegtes LinkedIn Leadformular immer wieder verwenden, wenn es thematisch passt. Da die Leads jedoch später pro Leadformular angezeigt werden, sollten Sie es besser duplizieren und mit einem Namen versehen, der sich auf die aktuelle Aktion bezieht. Wo Sie die Leads einsehen können, lesen Sie weiter unten.

Achtung! Ein erstelltes Leadformular kann nachträglich nicht geändert werden. Wollen Sie es ändern, müssen Sie ein neues erstellen, dazu duplizieren Sie das Formular und können dann alle Felder bearbeiten.

Im Beispielbild hat das Formular noch kein Bild, dieses wird später aus der Anzeige, mit dem das Leadformular verlinkt wird, übernommen.

LinkedIn Leadformular – Inhalte und Einstellungen

Wenn Sie ein LinkedIn Leadformular erstellen, geben Sie folgende Inhalte an:

  • Name des Formulars
  • Sprache
  • Angebot Titel: bis zu 40 Zeichen
  • Angebots-Details (Angebotstext): bis zu 160 Zeichen in zwei Zeilen
  • Datenschutzrichtlinie URL: Link zu Ihren Datenschutzbestimmungen plus einen Text von Ihnen zum Datenschutz (bis zu 2000 Zeichen)
  • Datenerfassung: Bis zu 7 Daten können erfasst werden, empfohlen werden 3-4

Bitte denken Sie an die DSGVO. Sie sollten nur die Daten abfragen, die wirklich notwendig sind.

Optional können Sie in einem zweiten Formular angeben, welche Informationen bzw. welche Nachricht dem Interessenten nach Absenden des Formulars angezeigt werden soll.

Leads aus dem LinkedIn Leadformular

Die Ergebnisse können Sie über Ihren LinkedIn Kampagnenmanager aufrufen und über das Leadformular auch als CSV Datei herunterladen.

Pro Anzeige mit LinkedIn Leadformular werden Ihnen folgenden Informationen angezeigt:

  • Anzahl Leads
  • Anzahl Aufrufe des Formulars
  • Completion Rate (wie viele von denen, die das Formular geöffnet haben, haben es auch gesendet, in %)
  • Kosten pro Lead

Um diese Ergebnisse zu sehen, gehen Sie im Kampagnenmanager zu Ihrer Kampagne und wählen unter “Anzeigen” den Punkt “Conversion & Leads” aus.

Achten Sie darauf, den richtigen Zeitraum zu wählen, also für welchen Zeitraum die Ergebnisse angezeigt werden sollen.

Scrollen Sie bis ganz nach rechts, dort werden die Daten zu den Leads angezeigt.

Ich habe einige Beispielkampagnen für diese Blogserie angelegt, damit ich Ihnen Screenshots zeigen kann. Daher sehen Sie hier keine Ergebnisse. Ich bitte um Verständnis, dass ich meine echten Kampagnen hier nicht zeigen kann.

Hinweis: Durch Klick auf die Bilder können Sie sie in vergrößerter Ansicht anzeigen lassen.

Was kostet das LinkedIn Leadformular?

Das Leadformular selbst kostet nichts, er ist eine Ergänzung zu Ihrer Anzeige. Wie bei allen Anzeigenformaten geben Sie ein Gebot ab. Je mehr andere Bieter für Ihre Zielgruppe Anzeigen schalten wollen, desto mehr sollten Sie bieten, damit Ihre Anzeige anzeigt wird.

Bevor Sie das Budget einstellen, können Sie angeben, was Ihr Ziel ist. Zum Beispiel “Öffnen des Formulars” oder “Versenden des Formulars”. LinkedIn wird dann ggf. Ihr Gebot leicht anpassen, damit das Ziel besser erreicht werden kann. Leider ist es nicht möglich, nur pro abgesendetem Leadformular zu zahlen, was für uns im Marketing ja die beste Option wäre. Für diese beiden Ziele zahlen Sie pro Klick (CPC).

Wählen Sie als Ziel “Sensibilisierung”, zahlen Sie pro 1000er Einblendungen (CPM). “Sensibilierung” ist hier LinkedIns Übersetzung für Awareness, also Aufmerksamkeit für Ihr Angebot.

  • CPC – Cost per Click: Sie bezahlen pro Klick, d.h. für den Klick auf die Anzeige
  • CPM – Cost per Impression: Sie zahlen einen Preis je 1000 Einblendungen Ihrer Anzeige

Und zum Abschluss: LinkedIn Leadformular und Datenschutz

Ich habe es weiter oben schon erwähnt. Beachten Sie unbedingt die DSGVO, da Sie über das LinkedIn Leadformular üblicherweise personenbezogene Daten erfassen und weiterverarbeiten.

  • Fragen Sie nur die wirklich notwendigen Daten ab.
  • Informieren Sie darüber, wie Sie die Daten verarbeiten und verwenden. Sie haben 2000 Zeichen zur Verfügung, halten Sie es übersichtlich, aber geben Sie alle relevanten Informationen.
  • Sollten Sie die Daten herunterladen bzw. außerhalb von LinkedIn weiterverarbeiten, zum Beispiel um Interessenten, die sich für ein Webinar angemeldet haben, die Einwahldaten zu mailen, dann informieren Sie vorab darüber!

Wenn Sie nicht sicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Datenschutzbeauftragen. Dies ist keine rechtliche Beratung, sondern stellt mein Verständnis und meine Empfehlungen zum Datenschutz bei der Nutzung von LinkedIn Leadformularen dar.

Übrigens werden die Lead Daten bei LinkedIn 90 Tage lang gespeichert und ein Interessent hat die Option, ein gesendetes Leadformular zu widerrufen.

Das war jetzt “schwere Kost”. Ich kann Ihnen sagen, LinkedIn Anzeigen mit Leadformularen machen Spaß und können erfolgreich sein.

Legen Sie eine Kampagne an, speichern Sie diese als Entwurf und testen Sie die verschiedenen Optionen und Einstellungen. Solange Sie nicht auf “Kampagne starten” klicken, kann nichts passieren.

Meine Empfehlung: Legen Sie eine Kampagnengruppe nur für das Testen an. Und später dann für die echten Kampagnen eine weitere Kampagnengruppe. So trennen Sie Ihre Übungs- von den echten Kampagnen und alles ist gut.

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